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Crowdgrowing-Vergleich: Passives Einkommen durch Cannabis

Letzter Stand: 19. Januar 2022
So hilft Dir unser Crowdgrowing-Vergleich:
Das solltest Du beim Crowdgrowing beachten:
CannerGrow Passives Einkommen
2.500 pro Stellplatz
  • Crowdgrowing First Mover
  • Ewiger Stellplatz mit Erneuerung
  • Erfolgs-Sharing-Modell
  • Schweizer Unternehmen
Unser Pick
Biomindx Passives Einkommen mit Cannabis
605 pro Stellplatz
  • Junge Crowdgrowing Plattform
  • Ewiger Stellplatz mit Erneuerung
  • Erfolgs-Sharing-Modell
  • Griechische Plantage
Alternative
MyFirstPlant Crowdgrowing Erfahrungen
800/65 pro Indoor/Outdoor-Pflanze
  • Hohe versprochene Renditen
  • Outdoor- und Indoor-Pflanzen
  • Österreichisches Unternehmen
  • Scam-Vorwurf gegen einen GF
ab 50 pro Pflanze
  • Hohe versprochene Renditen
  • Pflanzen mit/ohne Erneuerung
  • Deutsches Startup aus Berlin
  • Diverse Scam-Anschuldigungen
Inhalt

Was ist Crowdgrowing?

Bevor Du Dir die Anbieter in unserem Crowdgrowing-Vergleich genauer ansiehst: Crowdgrowing oder E-Growing ist ein noch junger Teilbereich der Schwarmfinanzierung, bei dem viele (Klein-)Investoren für das Züchten und den Verkauf von legalen (Cannabis-)Pflanzen Geld zur Verfügung stellen. Crowdgrowing ordnet sich als eine spekulativere Unterkategorie vom Crowdfunding ein. Das “E” bei E-Growing steht dabei für electronic (dt. elektronisch oder digital) und “Growing” für den Pflanzenanbau. Dabei wurden die Investmentbegriffe von der Cannabisbranche selbst für Marketingzwecke geprägt. Für den Kapitaleinsatz erhalten die “E-Grower” oder “Potpreneure” (Hanf-Analogie von JuicyFields für Entrepreneur aus der Start-up-Szene) in der Regel eine Beteiligung an dem Verkaufserlös des (medizinischen) Cannabis oder Cannabidiols (CBD). Alternativ wird teilweise auch ein realer Anteil des Ernteertrags als Sachdividende (wie eine Dividende nur non-cash, also als geldwerte Gegenleistung) ermöglicht.

Warum kann Crowdgrowing attraktiv sein?

Legalisierung von Cannabis als Katalysator von E-Growing

Crowdgrowing als neuer Anlagetrend durch Legalisierung von Cannabis
Weltweit nimmt die Legalisierung von Cannabis zu und sorgt damit für einen Boom innerhalb der Cannabisbranche.

Weltweit sehen wir zunehmend Legalisierungen von Cannabis. Zuletzt wurde durch die neue Regierung auch in Deutschland die Freigabe und damit kontrollierte Abgabe von Cannabis angestoßen aber noch nicht abgeschlossen. Cannabiskonsum wird damit also global vermehrt entkriminalisiert und reiht sich als gängige Konsumdroge irgendwo zwischen Alkohol und Kaffee ein (Stand: Legalisierte Weltbevölkerung). So gehen im aktuellen Europäischen Cannabis Report Branchen-Experten davon aus, dass der Markt für medizinisches Cannabis in Europa pro Jahr um fast 70% jährlich bis auf knapp 3,2 Milliarden Euro Marktwert bis 2025 steigen wird (Stand 2020 liegt der Marktwert nur bei knapp 231 Millionen Euro). Es ist also zu erwarten, dass der Cannabismarkt in den nächsten Jahren einen Boom erleben wird – auch in Deutschland. Dabei ist das Crowdgrowing von (medizinischem) Cannabis in der Regel legal und als Investor rechtlich unproblematisch. Lediglich Sachdividenden mit entsprechend (aktuell noch) verbotenem THC-Gehalt halten wir für bedenklich und raten daher davon ab sich solche Ernteerträge nach Hause schicken zu lassen (keine Rechtsberatung).

Hohe Rendite mit Crowdgrowing und passives Einkommen

Bisher profitieren vom Cannabis-Boom vor allem börsengelistete Unternehmen wie etwa Tilray (ex Aphria) oder Aurora Cannabis und zuletzt auch immer mehr Startups in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Crowdgrowing Plattformen bieten jetzt eine Möglichkeit von dem Cannabisboom als Privatinvestor profitieren zu können. Hier sind laut der Crowdgrower wiederkehrende Renditen im hohen zweistelligen Bereich möglich. Diese wiederkehrenden Crowdgrowing-Einnahmen können zum Aufbau von passivem Einkommen durch eigene Hanfpflanzen beitragen. Wirklich Passives Einkommen mit Crowdgrowing generiert man aber nicht bei allen Anbietern. Es werden nur bei Anbietern mit ewigen Stellplätzen mit automatischer Erneuerung der Cannabis-Pflanzen passive Einkünfte erzielt (CannerGrow, BioMindX und für die Indoor-Pflanzen auch MyFirstPlant). Bei JuicyFields müssen die Cannabis-Pflanzen regelmäßig neu gekauft werden nach einer gewissen Zeit (je nach Pflanzenart). Damit ist der Einkommensstrom doch noch mit einer gewissen Aktivität verbunden, die sich aber in Grenzen hält.

Gamification durch E-Growing

E-Growing macht Spaß und fühlt sich etwas an wie “Hanf-Farmville für Erwachsene”. Die Plattformen setzen hier voll auf den Trend Gamification – mit Erfolg nach unserer Auffassung. Es macht tatsächlich Spaß auf E-Growing-Plattformen zu investieren und zu sehen wie die Pflanzen gedeihen. Wenn man sich als E-Grower einloggt, sieht man zunächst das eigene “Gewächshaus” oder den “Growroom” als persönliches Dashboard. Das wirkt alles sehr verspielt und zugleich authentisch. CannerGrow setzt hier voll auf Transparenz und hat in allen Growrooms Kameras angebracht, um hier positives Signalling zu betreiben. Denn man könnte oft zu dem Schluss kommen: Zu schön um wahr zu sein. Dennoch ist der Spaßfaktor definitiv auch einer der Gründe für unser Investment im Bereich Crowdgrowing.

Was solltest Du beim Crowdgrowing beachten?

Hohe Renditen können als Risikopremium verstanden werden

Geld verdienen mit eigenen Hanfpflanzen durch Crowdgrowing
Crowdgrowing ermöglicht den Aufbau von passivem Einkommen durch den legalen digitalen Anbau von eigenen Hanfpflanzen.

Wir nehmen an, dass klassische Banken ungern Kredite an Cannabis-Startups vergeben. Um die Finanzierungslücke zu schließen hat die Cannabisindustrie eine Lösung gefunden: Crowdgrowing. Mit einem Investment auf einer solchen Plattform unterstützt man in erster Linie die Wachstumsfinanzierung der Cannabis-Startups hinter den Plattformen. Das heißt, dass man das Geschäftsmodell vorfinanziert oder quersubventioniert und im Gegenzung an dem Gewinn beteiligt wird. Die Finanzierungslücke könnte damit auch einen Teil der hohen Rendite erklären, wenn man die Vorfinanzierungskomponente als zusätzliches Risikiopremium versteht. Dennoch: Crowdgrowing ist mit erheblichen Risiken verbunden. Die weit überdurchschnittlichen Renditen entstehen durch ein entsprechend hohes Risiko. Vielmehr musst Du die hohen Renditen als Risikoprämie verstehen, die Dein überdurchschnittliches Risiko kompensieren soll. Ein Totalverlust bei der Teilnahme am Crowdgrowing ist möglich. Versprochene Renditen im hohen zweistelligen Bereich sollten immer skeptisch machen – auch uns bei Finanzbeben.

Plattform-Risiko durch Insolvenz

Was passiert im Insolvenzfall von einem Unternehmen hinter der Plattform? Dafür müsste man das Crowdgrowing-Investment rechtlich richtig einordnen können. Da E-Growing aber noch eine sehr neue Form des Crowdinvestings ist, macht es Sinn bei benachbarten Anlageformen nachzusehen. Beim großen Bruder vom Crowdgrowing, dem Crowdinvesting, wird meist mit Nachrangdarlehen gearbeitet. Hier wird Deine Forderung erst nach allen anderen Massegläubigern befriedigt. Das heißt, es wird bei Dir in der Regel nichts mehr ankommen und du bleibst vermutlich auf einem Totalverlust bei Insolvenz sitzen. Das beschreibt aber den absoluten Worst Case. Würde man die Cannabis-Pflanzen als echten Vermögenswert einstufen, wäre die Situation eine ganz andere (positiver) – davon gehen wir hier aber konservativ nicht aus.
 

Mindestanlagesumme und Laufzeit bei E-Growing

Die Mindestanlagesummen unterscheiden sich bei den E-Growing-Plattformen deutlich. Bei JuicyFields sind bereits Micro-Investments von 50 EUR pro Pflanze (ohne Erneuerung) möglich bis hin zu 2.000 EUR pro Pflanze (begrenzte Erneuerung). CannerGrow hingegen bietet einen ewigen Stellplatz für einmalig 2.500 EUR (neuer Preis ab 2022) an. MyFirstPlant liegt hier mit 800 EUR für (Indoor-)Pflanzen in der Mitte für ewige Stellplätze. Darüber hinaus bietet MyFirstPlant aber auch noch den Kauf von Outdoor-Pflanzen an, die einmalig geerntet werden und pro Pflanze 65 EUR kosten. Hiervon können maximal 5 gekauft werden. BioMindX siedelt sich mit nur 605 EUR für einen ewigen Stellplatz am unteren Ende der Kostenskala an. Auch die Laufzeiten zwischen den Anbietern unterscheiden sich deutlich. Während JuicyFields hier Laufzeiten mit und ohne Erneuerung der Pflanzen zwischen 3,5 Monaten und bis zu 5 Jahren anbietet, bieten CannerGrow, BioMindX und MyFirstPlant einen ewigen Stellplatz mit dauerhafter Erneuerung an. Damit passt auch nicht jede Crowdgrowing-Plattform zu jedem Investor. Dir muss klar sein, dass es sich bei Investments auf solchen Plattformen um äußerst illiquide Investments handelt. Damit ist Dein Geld für eine lange Zeit gebunden (außer bei JuicyFields). Cannergrow bietet hier allerdings auch einen Markplatz an, über den man Stellplätze kaufen oder veräußern kann.
 

Welche Fehler solltest Du beim Crowdgrowing vermeiden?

Crowdgrowing mit Cannabidiol und medizinischem Cannabis
Bei Cannergrow kann man sich alternativ auch einen Anteil des Ernteertrags als Realdividende zusenden lassen.

Spekulativer Portfolioanteil und Gier vermeiden

Crowdgrowing-Investments zählen zu den spekulativen Anlagealternativen. Daher sollte vor dem Hintergrund des Risikomanagements kein großer Anteil Deines Vermögens auf solchen Plattformen investiert werden. Andernfalls riskierst Du einen größeren Teil Deines Vermögens zu verlieren, wenn ein Unternehmen scheitern sollte und mit dem Unternehmen Deine Einlagen. Lasse Dich nicht durch die hohen versprochenen Renditen zu überdurchschnittlich hohen Investments verleiten. Hier gilt das Prinzip: “Gier frisst Hirn”. Der harte Kern Deines Portfolios sollte aus soliden Anlageformen wie etwa Aktien und ETFs bestehen. Crowdgrowing “würzt” Dein Portfolio nur etwas mit Spaß und einem neuen Geschäftsmodell.
 

Schneeballsystem und Scam-Anschuldigungen

Sobald jährliche Renditen im hohen zweistelligen Bereich versprochen werden, sollten die Alarmglocken bei jedem Privatinvestor angehen. Auch wir können die vorgestellen Crowdgrowing-Geschäftsmodelle abschließend nicht 100% einschätzen. MLM-Systeme müssen immer mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Dennoch halten wir insbesondere die Renditen von aktuell knapp 10%+ bei CannerGrow und BioMindX für realistisch. Insbesondere das Crowdgrowing Erfolgs-Sharing-Modell dieser beiden Anbieter sorgt bei uns für ein besseres Gefühl, da die Interessen so gleichgeschaltet werden (kein Interessenskonflikt oder Moral Hazard). Zudem könnte so auch genug Rendite übrig bleiben, um die MLM-Kosten zu decken. Bei JuicyFields und MyFirstPlant sind wir uns jedoch unsicher, wie die exorbitant höheren Renditen im Vergleich zu den beiden anderen Anbietern zustandekommen können. Daher raten wir hier auch zur Vorsicht. Insgesamt findet man aber auch bei JuicyFields unterschiedliche Bewertungen mit negativen (z.B. Scam-Anschuldigung von blendbuster) und positiven Beiträgen (Trustpilot) zum Geschäftsmodell. Dasselbe trifft auch auf MyFirstPlant zu. Am besten sollte man sich hier also nochmal selber ein Bild von diesen beiden Anbietern machen und im Zweifel nur sehr kleine Summen testweise investieren. So verfahren wir in der Regel auch.
 

Welche E-Growing-Plattform nutzen wir bei Finanzbeben?

Wir bei Finanzbeben finden, dass sich das Chancen-Risiko-Verhältnis bei Crowdgrowing aktuell noch schwierig einschätzen lässt. Das ist natürlich auch nur unsere persönliche und konservative Meinung. Wir halten aber das Erfolgs-Sharing-Modell von CannerGrow und BioMindX für eine interessante und gute spekulative Anlagealternative zum Aufbau von passivem Einkommen mit Spaßfaktor beim E-Growing. Dem “Hanf-Farmville für Erwachsene”. Wenn Du also nach einer spannenden Anlagealternative suchst, macht es durchaus Sinn sich hier einmal einen Stellplatz bei CannerGrow zu kaufen. Die günstigere Alternative mit dem gleichen Konzept wäre demnach der Kauf eines Stellplatzes auf der E-Growing Plattform von BioMindX (oder auch MyFirstPlant, wenn man über die Crypto-Scam-Vorwürfe gegen einen Geschäftsführer hinweg sehen kann). Allerdings befinden sich diese Plattformen noch im Aufbau, was man auch im Frontend der Webseiten sehen kann. Hier hat die Cannergrow-Plattform einen Vorsprung. Wer kleinere Crowdgrowing-Investments zum Spaß platzieren möchte, der fährt mit JuicyFields am besten (hier sollte aber unser Hinweis zu JF weiter oben unbedingt beachtet werden). Generell raten wir von großen Crowdgrowing-Investitionen ab – egal welcher Anbieter. Hier sollte wirklich nur ein kleiner Teil des Portfolios analog P2P-Krediten investiert werden.

Häufig gestellte Fragen zum Crowdgrowing

Beim Crowdgrowing handelt es sich um eine besondere Form der Schwarmfinanzierung, bei der viele Kleininvestoren einem Crowdgrower (in der Regel ein unterfinanziertes Cannabisanbau-Startup) Geld zur Verfügung stellen. Das Geld können die Crowdgrower dann in kapitalintensive Produktionskapazitäten investieren. Im Gegenzug erhalten Crowdgrowing-Investoren Anteile am Ernteertrag (Sachdividende) oder am Gewinn vom Verkauf von (medizinischen) Cannabisprodukten.

Zunächst sind Investments auf Crowdgrowing-Plattformen unbedenklich, da die Unternehmen bereits die nötigen Lizenzen für den Anbau von (medizinischem) Cannabis besitzen und man hier lediglich am Gewinn des Verkaufs beteiligt wird. Anders sieht dies aus, wenn man am Ernteertag direkt beteiligt wird und man sich das Cannabis zusenden lassen möchte. Hier ist Vorsicht geboten, da der Besitz von Cannabisprodukten mit bestimmten THC-Gehalt aktuell noch verboten ist in Deutschland und weiteren europäischen Ländern.

Generell handelt es sich beim Crowdgrowing nicht um Betrug, sondern um ein neues Geschäftsmodell, was aber mit Skepsis behandelt werden sollte. Da es sich beim Crowdgrowing um eine sehr junge und spekulative Form des Crowdfundings handelt, lässt sich hier auch keine pauschale Aussage über die zukünftige Entwicklung treffen. Vielmehr sollte man sich verschiedene Anbieter genauer ansehen und im Zweifel zunächst kleinere Test-Investments auf mehreren Plattformen platzieren, um das Plattform-Risiko zu diversifizieren. Abschließend kann niemand abschätzen, welche Crowdgrower sich durchsetzen werden und langfristig am Markt bestehen werden.

Generell müssen Einkünfte versteuert werden. Auch beim Crowdgrowing fallen Einkünfte an, welche man in der Regel versteuern muss. Man könnte argumentieren, dass man beim Crowdgrowing zinsähnliche Einkünfte generiert, wenn man das Investment als Nachrangdarlehen sieht. Hier würde in Deutschland dann die Abgeltungssteuer greifen, wobei die Crowdgrowing-Einkünfte separat gemeldet werden müssen (auf Crowdgrowing-Plattformen wird analog P2P-Kredit-Plattformen die Abgeltungssteuer nicht automatisch abgeführt). Dies ist aber nur eine persönliche Einschätzung, die einen Gang zum Steuerberater nicht ersetzen kann. Jede steuerliche Situation ist individuell zu bewerten.

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