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Festgeld-Vergleich: Lege Dein Geld bei der besten Bank an

Letzter Stand: 18. Mai 2021
So gehst Du beim Festgeld-Vergleich vor:
Das solltest Du beim Festgeld beachten:
Inhalt

Was ist Festgeld?

Festgeld hat einen Zinsvorteil gegenüber Tagesgeld
Festgelder werden in der Regel höher als Tagesgelder verzinst.

Bevor Du den Festgeldvergleich startest: Festgeld ist zeitlich begrenztes Termin- oder Zeitgeld. Das Kapital wird also für einen vorher definierten Zeitraum der Bank überlassen und kann nicht wie beim Tagesgeld flexibel ausgezahlt werden. Auch einen Dispositionskredit wirst Du hier nicht finden. Im Gegenzug kannst Du ein Festgeldkonto aber auch ohne einen Bonitäts-Check durch die SCHUFA beantragen, da Du hier in der Regel nur ein Referenzkonto benötigst.

Wann und für wen macht Festgeld Sinn?

Mittelfristig mit Festgeldern anlegen

Ein Festgeldkonto eignet sich, wenn Du Dein Kapital mittelfristig anlegen möchtest und dafür eine angemessene Verzinsungen erwartest. Was hier als angemessen gilt, hängt am aktuellen Marktzinsumfeld. Die meisten Banken erlauben beim Festgeld Zeiträume zwischen 1 Monat und 10 Jahren. Es lässt sich hier festhalten, dass Du mit einem längerem Anlagehorizont auch immer mehr Zinsen und manchmal auch Boni erwarten kannst. Das mag an dem Risikoaufschlag für das Zinsänderungsrisiko sowie Unternehmens- und Länderrisiko liegen. Wir empfehlen hier aber nur Festgelder zwischen 12 und maximal 36 Monaten abzuschließen, um bei einem steigenden Zinsumfeld keine Zinsnachteile zu haben. Wer aber dennoch langfristig sein Kapital als Festgeld anlegen möchte, macht dies am besten als Festgeldleiter über mehrere Jahre.
 

Längerfristig über eine Festgeldleiter anlegen

Wenn Du Dein Erspartes langfristig sicher anlegen möchtest, ist die Festgeldleiter geeignet. Bei der Festgeldleiter wird Dein Anlagebetrag in mehrere Tranchen aufgeteilt und dann mit unterschiedlichen Laufzeiten als Festgeld angelegt. Damit wird das Ziel verfolgt, dass du beispielsweise jährlich oder halbjährlich eine Festgeldrückzahlung erhälst. Somit umgehst Du sowohl das Zinsänderungsrisiko als auch das Problem mit der Befristung (falls Du doch mal wieder Liquidität benötigst). Bei dieser Anlagestrategie kannst Du auch über mehrere Anbieter hinweg streuen, um das Banken- oder Länderrisiko zu reduzieren.
 
 
Festgeld kann in Tranchen angelegt werden
Eine Festgeldanlage via Tranchen mit unterschiedlicher Anlagedauer kann zu einer besseren Planbarkeit der Kapitalbindung führen und damit die Flexibilität steigern.

Unterschied: Festgeld vs. Tagesgeld

Festgeld unterscheidet sich hauptsächlich bei der Fristigkeit der Einlage vom Tagesgeld. Während Du beim Tagesgeld jederzeit auf Dein Kapital Zugriff hast (also jederzeit auch Auszahlungen möglich sind), ist angelegtes Festgeld erst einmal „eingefroren“. Du erhälst Dein Kapital als erst zum vereinbarten Rückzahlungstermin zurück. Im Gegezung sind dafür die Festgeldzinsen in der Regel höher als beim Tagesgeld. Deshalb eignet sich Festgeld eher für einen längfristigen Zeithorizont als Tagesgeld.

Was solltest Du beim Festgeld berücksichtigen?

Einlagensicherung und Länderbonität

Für Festgeldeinlagen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) greift die Heimatsicherung des jeweiligen Landes oder im Zweifel die Deutsche Einlagensicherung bis zu einem Maximum von 100.000 EUR (in Einzelfällen kann dies auch mehr sein). Die Deutsche Einlagensicherung gilt hier als relativ sicher gegenüber anderen Ländersicherungen. Bei der Länderbonität wird das länderspezifische Ausfallrisiko mit Großbuchtaben von AAA (bestmögliche Bonität) bis CCC (schlechteste Bonität) von den drei großen Ratingagenturen bewertet. Den Buchstaben D lassen wir wegen fehlender praktischer Relevanz außen vor. Dabei gibt Dir das Länderrating Aufschluss über die Ausfallwahrscheinlichkeit der Heimtsicherung im Entschädigungsfall. Die Karte der FAZ zeigt Dir die aktuellen Länderratings in Europa und dem EWR. Hier kannst Du auch die EWR-Länder mit der höchsten Bonität identifizieren, zu denen auch etwa Deutschland, Dänemark und Schweden zählen.

Vorfälligkeitsentschädigung bei Kündigung vor Festgeldendfälligkeit

Sofern Du Dein Kapital vor der Festgeldendfälligkeit zurück benötigst und kündigst, entsteht der Bank ein Schaden. Dieser Schaden besteht zum einen aus Verwaltungsaufwand und möglicherweise einem Zinsmargenschaden. Banken schließen Festgelder ab, weil sie mit diesen Einlagen besser planen können. Daher verlangt die Bank für die Festgeldkündigung vor Fälligkeit in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung. Im Ergebnis führt dies dazu, dass Du bei einer Kündigung dann beispielsweise nur die Hälfte oder Nichts der vereinbarten Zinsen für den Anlagehorizont bis zum Kündigungstermin erhälst. Hier kommst Du um einen Blick in die Festgeldkonditionen nicht drum herum. Im Zweifel solltest Du hier aber lieber beim Tagesgeldkonto bleiben, wenn Du eine gewisse Flexibilität benötigst. Du kannst aber auch die oben genannte Festgeldleiter mit Monatstranchen anwenden.
 

Befristete fixe Verzinsung und Bonusangebote

Festgeld wird für einen vorher festgelegten Zeitraum fix verzinst. Nach Endfälligkeit wird der Betrag inklusive angefallene Zinsen auf Dein Referenzkonto zurückgezahlt. Wenn Du weiterhin Dein Kapital als Festgeld anlegen möchtest, musst Du ein Neues abschließen. Achte hier bei den Anbietern auf gute Bonusangebote wie beispielsweise Sofortauszahlungen, um Deine effektive Rendite zu maximieren. Lass Dich hierbei aber nicht von Lockangeboten überlisten. Prüfe also genau wie lange Festgeldkonditionen gelten und wann und wofür ein Bonus ausgezahlt wird.
 

Wofür ist Festgeld ungeeignet?

Vermögensaufbau mit Festgeldern nicht möglich

Festgeld ist ungeeignet für Vermögensaufbau
Festgeld ist auf Dauer nicht für den Aufbau von Vermögen geeignet, da die Realrendite nach Inflation derzeit negativ ausfällt.
Festgeld zählt als Anlageklasse beim Portfoliomanagement genauso wie Tagesgeld zu Bargeld und Einlagen und zählt damit zum sicheren Teil der Portfolios. Bedingt durch die aktuelle Niedrigzinsphase ist Festgeld ungeeignet, um Vermögen nachhaltig aufzubauen. Das liegt daran, dass die aktuellen Festgeldzinsen niedriger sind als die aktuelle Inflation. Die Realrendite ist demnach negativ oder im besten Fall gleich 0.
 

Vermögenserhalt mit Festgeldern teilweise möglich

Die Festgeldverzinsung ist höher als auf dem Tagesgeldkonto. Dadurch ist Deine Realrendite (nach Inflation) höher und Dein Kaufkraftverlust fällt geringer aus oder kann sogar ausgeglichen werden. Daher solltest Du einen gewissen Teil Deiner Investitions- oder Konsumreserve in Festgeld anlegen. Mit der Festgeldanlage ist somit ein gewisser Vermögenserhalt in dem aktuellen Niedrigzinsumfeld möglich.
 

Festgelder sind nicht für die Kurzfristanlage geeignet

Wenn Dir Flexibilität und Liquidität wichtiger sind, solltest Du lieber zum Tagesgeldkonto oder Girokonto greifen. Die Verzinsung kann bei einer Kündigung vor Endfälligkeit deutlich sinken und der Aufwand stünde in einem solchen Fall in keinem Verhältnis zum nutzen. Frage Dich also vorher, ob Du das Kapital für die definierte Anlagedauer wirklich nicht benötigst.

Welches Festgeld empfiehlt das Finanzbeben-Team?

Bei Finanzbeben empfehlen wir aktuell das Festgeldangebot der schwedischen Resurs Bank*. Schweden genießt als Land die höchste Bonität der großen Ratingagenturen und kann daher als sicher eingestuft werden. Weiterhin bietet die Resurs Bank aktuell einen sehr attraktiven Festgeldzins. Zusätzlich wird hier derzeit eine Willkommensprämie für Neukunden angeboten.

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