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Girokonto-Vergleich: Finde das für Dich beste Girokonto

Letzter Stand: 29. Mai 2021
So gehst Du beim Girokonto-Vergleich vor:
Darauf solltest Du beim Girokonto achten:
Inhalt

Was ist ein Girokonto?

Bevor Du den Girokonto-Vergleich startest: Ein Girokonto ist ein „laufendes“ Konto. Es dient dem allgemeinen täglichen Zahlungsverkehr. Deine Zahlungen werden daher auf diesem Konto fortlaufend und tagesaktuell gebucht. Dein Kontosaldo ergibt sich dabei aus der kumulierten Summe aller Buchungen seit Girokontoeröffnung. Buchungen werden dabei in Gutschriften und Belastungen aufgeteilt. Ein Konto kann dabei nur von einem lizensierten Kreditinstitut (mit Banklizenz) in Deinem Namen (als Kontoinhaber) geführt werden. Das Girokonto ist darüber hinaus auch als Kontokorrentkonto, Zahlungskonto, Sichtkonto oder Verrechnungskonto bekannt.

Warum brauchst Du ein Girokonto?

Ein Girokonto benötigst Du inzwischen für nahezu jedes Geschäft des Alltags – also täglich. Dieser tägliche Zahlungsverkehr ist somit ohne ein Konto heute kaum noch möglich. Das liegt auch daran, dass Bargeldtransaktionen immer weniger Relevanz haben. Der Trend zum bargeldlosen Zahlungsverkehr wurde durch die Corona-Pandemie nur weiter verstärkt. Für Arbeitnehmer wird das Girokonto für die Überweisung des Lohns oder Gehalts benötigt. Mieter wiederum benötigen es, um ihre monatliche Miete überweisen zu können. Wir können also festhalten: Für die Teilnahme am Wirtschaftsleben benötigst Du ein Girokonto. Daher hat auch Jeder das Recht auf ein Konto. Die Bank kann eine Anfrage zur Kontoeröffnung nicht ablehnen. Von diesem Recht profitieren auch die wirtschaftlich schwächeren unserer Gesellschaft wie etwa Asylbewerber, Obdachlose und Personen ohne Aufenthaltsstatus laut Bundesregierung.

Worauf solltest Du bei der Wahl des Girokontos achten?

Banktyp und Betreuung als Girokontokunde

Lerne Deine eigenen Bedürfnisse kennen

Zunächst solltest Du sowohl Deine Ansprüche an eine Bank als auch deine eigenen Bedürfnisse kennen. Jeder Mensch ist anders. Selbst der digitalste Mensch bevorzugt manchmal noch einen direkten menschlichen Ansprechpartner. Du kannst Dir beispielsweise folgende Fragen stellen:

  • Wie wichtig ist Dir persönlicher Kontakt zu Deiner Bank?
  • Möchtest Du alle Deine Bankgeschäfte digital abwickeln oder (auch) „am Schalter“?
  • Ist Dir postalische Korrespondenz lieber oder nervt Dich Papier so wie uns (beispielsweise bei Kontoauszügen)?
  • Reicht Dir im Notfall eine Hotline?
  • Reicht Dir sogar nur das Smart Phone zur Abwicklung Deiner Bankgeschäfte?
  • Möchtest Du häufiger Bargeldeinzahlungen tätigen?
Girokonto und persönlicher Kontakt und Berater
Für manche Girokontokunden ist der persönliche Kontakt mit ihrem Bankberater noch immer ein wichtiges Kriterium.

Deine Antworten zeigen Dir welche Betreuung für Dich Sinn macht – und welche nicht. Die Art der Betreuung entscheidet dann auch darüber, welche Banktypen für Dich überhaupt in Frage kommen.

Unterscheidung von Banken

Es lassen sich grob drei Banktypen unterscheiden:

  • Filialbanken (beispielsweise Sparkassen)
  • Direktbanken oder Internetbanken (beispielsweise Comdirect)
  • Neobanken oder „Neubanken“ (beispielsweise N26)

Bevorzugst Du persönlichen Kontakt und tätigst häufig Bargeldeinzahlungen? Dann macht eine Filialbank immernoch am meisten Sinn. Insbesondere bei regelmäßigen Bargeldeinzahlungen haben Filialbanken gewisse Netzwerkvorteile. Darüber hinaus kannst Du bei Filialbanken auch Beratung in Anspruch nehmen. Dies ist bei den Direkt- und Neobanken sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich. Für die meisten unserer Leser machen aber Direkt- oder Neobanken mehr Sinn. Hier sind die Kernleistungen im Grunde dieselben wie bei den Filialbanken. Das Banking kann Dir aber günstiger angeboten werden. Das liegt daran, dass die Direkt- oder Neobanken kein oder kaum Filialpersonal haben. Zudem müssen sie auch keine oder weniger Pacht zahlen. Wir selber nutzen auch schon lange keine Filialbanken mehr. Und wenn wir alle 2 Jahre einmal unser Münzgeld loswerden wollen, zahlen wir eben die Fremdkostenspesen bei einer fremden Filialbank.

Girokonto-Leistungen

Allgemeiner Zahlungsverkehr

Der Zahlungsverkehr bildet die Kernleistung einer Bank. Hier sprechen wir über das Führen und die Verfügbarkeit des Girokontos, Überweisungen (Innland und Ausland), die Möglichkeit Lastschriften zu akzeptieren sowie die Bargeldversorgung. Normalerweise ist der Zahlungsverkehr bei allen Banken ohne Probleme möglich. Natürlich genießen Filial- und ältere Direktbanken eine bessere Reputation als so manche neue Neobank. Aber hier brauchst Du in der Regel keine Angst vor Neobanken zu haben. Im schlimmsten Fall ist Dein Guthaben bis 100 Tausend Euro über die Einlagensicherungen in der Regel geschützt. Außerdem werden die Banken reguliert und es wird nicht jeder 0815-Bude eine Banklizenz erteilt.

Verbundene Karten-Services

Bargeld abheben Girokonto
Die Verfügbarkeit von Bargeld ist trotz Digitalisierung des Zahlungsverkehrs noch immer ein wichtiges Thema für viele Girokontokunden.

Bei den Karten-Services können wir in Girokarten und Kreditkarten unterscheiden. Girokarten werden meist kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese haben dafür aber eingeschränkte Funktionen und laufen auf Guthabenbasis. Viele Neobanken verzichten auf Girokarten gänzlich. Das kann für Dich ein Problem sein: Es gibt im deutschsprachigen Raum noch Geschäfte, die zwar Girokarten aber keine Kreditkarten akzeptieren. Hier hättest Du ohne Girokarte also Zahlungsprobleme. Da würde nur das alte Münzgeld helfen. Weiterhin werde Girokonten oft auch mit einer Kreditkarte angeboten. Hier solltest Du darauf achten, ob dies von Dir überhaupt benötigt wird. Wenn ja, muss hier zwischen der Debitkarte und der tatsächlichen Kreditkarte unterschieden werden. Die Debitkarte sieht wie eine Kreditkarte aus, läuft aber auf Guthabenbasis. Das kann im Ausland Probleme bereiten. Manche Hotels oder Autovermietungen lehnen Debitkarten ab.

Sonstige Leistungen

Zunächst können wir hier die persönliche Beratung festhalten. Diese Beratung findest Du fast ausschließlich nur noch bei Filialbanken. Wenn Du Dich für ein Girokonto mit Kreditkarte enschieden hast, solltest Du auch die Leistungen der Karte überprüfen. Manchmal sind hier beispielswiese Versicherungen wie etwa eine Reiserücktritts- oder Auslandskrankenversicherung enthalten. Aber prüfe den Leistungsumfang hier genau. Weiterhin bieten manche Banken auch einen kompletten Kontenverbund an. Das heißt, dass Du auch auf Tagesgeld oder Festgeld über Deine Bank Zugriff hast. Hier solltest Du die Zinskonditionen aber nochmal genau vergleichen.

Girokonto-Kosten

Direkte Kosten: Kontoführung, Karten-Services und sonstige Kosten

Die bekanntesten direkten Kosten für Dein Girokonto sind die Gebühren der Kontoführung. Kontoführungsgebühren stellt Dir Deine Bank für ihre allgemeinen Banking-Dienstleistungen in der Regel pauschal monatlich in Rechnung. Bei den Filialbanken ist dies bereits zur Normalität geworden. Die Direkt-/Internetbanken sind derzeit noch zum großen Teil kostenlos. Allerdings ändert sich dies aktuell: Hier werden beispielsweise Mindestzahlungseingänge verlangt, damit das Konto kostenlos bleibt. Weiterhin sind Karten-Services in der Regel auch zumindest anteilig kostenpflichtig. Während Girokontokarten meist kostenlos sind, werden für Kreditkarten oft jährliche pauschale Gebühren erhoben (teilweise auch erst ab dem zweiten Jahr). Auch Auslandsüberweisungen in Fremdwährungen und der Austausch von Karten können teuer für Dich werden. Achte daher also genau auf die Preisverzeichnisse, bevor Du Dich final für Dein neues Girokonto entscheidest.

Indirekte Kosten: Zinsen und Negativzinsen

Bei den indirekten Kosten reden wir in der Regel über Zinsen. Geläufig ist Dir vermutlich der Dispositionskredit oder umgangssprachlich auch nur kurz Dispo. Für einen negativen Girokontosaldo werden Dir von der Bank Zinsen berechnet. Der Einzug dieser Zinsen geschieht meist monatlich oder zum Quartalsende. Wir hoffen natürlich, dass Du den Dispo gar nicht erst benötigst. Wenn du Probleme hast den Dispo abzubauen, solltest Du aber unbedingt über eine Ablösung des Dispos mit einem klassischen und niedriger verzinsten Kredit nachdenken. Im besten Fall sorgst Du aber dafür, dass Du den Dispo gar nicht erst in Anspruch nehmen musst. Auf unserem Finanzblog schreiben wir auch regelmäßig darüber, wie Du Deine Finanzen in den Griff bekommst, damit Du kein Dispo mehr benötigst. Außerdem werden neuerdings bei vielen Banken Negativzinsen auf Dein Guthaben verlangt. Die Banken versuchen so ihre Verluste durch die niedrige Zinspolitik der Europäischen Zentralbank an ihre Kunden (also an Dich) weiterzugeben. Allerdings verlangen die meisten Banken erst ab einem Schwellwert von beispielsweise 100 Tausend Euro Negativzinsen. Es gibt aber auch Banken, die bereits ab dem ersten Cent Negativzinsen verlangen. Solche Zinsen gilt es um jeden Preis zu verhindern. Achte daher genau auf diese indirekten und nicht sofort für Dich sichtbaren Kosten.
 

Welchen Fehler solltest Du beim Wechsel des Girokontos vermeiden?

Girokonto Vergleich und Fehler beim Wechsel
Vermeide folgenden Fehler: Kündige Dein altes Girokonto nicht sofort und halte eine gewisse Frist ein, um Zahlungsunregelmäßigkeiten zu verhindern.

Kündige Dein altes Girokonto nicht sofort beim Girokontowechsel. Es ist intelligenter, wenn Du Dein altes Girokonto für eine gewisse Zeit noch parallel zum neuen Konto weiterlaufen lässt. Warte beispielsweise 6 bis 12 Monate bevor Du Dein altes Konto kündigst. Mit dieser Vorgehensweise verhinderst Du Konflikte mit Deinen Zahlungspartnern. Denn Partner, die nicht über Dein neues Konto informiert sind, scheitern womöglich beim Einzug von Lastschriften über Dein bereits aufgelöstes altes Konto. Wenn fällige Zahlungen dadurch nicht ausgeführt werden, riskierst Du unnötige Mahnungen und womöglich auch negative Kredit-Scores wie etwa durch „Schufa-Einträge“. Falls Dir in der Übergangsphase dann noch Zahlungen auffallen, kannst Du die Partner über Dein neues Konto informieren. Daneben bieten viele Banken heute Kontoumzug-Services, die Dir dabei helfen bestehende regelmäßige Zahlungsverpflichtungen wie Daueraufträge und Lastschriften auf das neue Girokonto zu übertragen.

Welches Girokonto nutzen wir bei Finanzbeben?

Wir bei Finanzbeben nutzen selber überwiegend das DKB-Cash: Das kostenfreie Internet-Konto mit Kreditkarte* für privates Banking. Dabei gefällt uns im Alltag vor allem die kostenlose Kreditkarte. Mit der VISA Kreditkarte ist es möglich nahezu überall kostenfrei Bargeld abzuheben. Auch Bargeldeinzahlungen sind in ausgewählten Shops möglich. Zudem sind die Banking-Services übersichtlich und es fallen keine versteckten Kosten an. Negativzinsen bleiben bei der DKB bisher auch noch aus. Zusätzlich nutzen wir auch das DKB Depot, was sich anbietet, wenn bereits ein Girokonto besteht. Somit kannst Du einen Kontenverbund bestehend aus Girokonto, Kreditkartenkonto und Depot bei der DKB übersichtlich zusammenführen. Bist Du Student? Dann nutze Deinen Sonderstatus und finde lieber ein noch günstigeres Studentenkonto.

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