4.9
(9)

Tagesgeld-Vergleich: Dein Geld kurzfristig am besten parken

Letzter Stand: 28. Oktober 2021
So gehst Du beim Tagesgeld-Vergleich vor:
Darauf solltest Du beim Tagesgeld achten:
Inhalt

Was ist Tagesgeld?

Bevor Du den Tagesgeldvergleich startest: Ein Tagesgeldkonto ist ein variabel verzinstes Guthabenkonto. Variabel verzinst bedeutet, dass die kontoführende Bank die Verzinsung jederzeit anpassen kann. Die Bank ist also vertraglich nicht an die Verzinsung gebunden. Im Gegenzug ist Dein Kapital für Dich täglich zugänglich und Du kannst jederzeit Kapital vom Tagesgeldkonto ein- oder auszahlen. Das Tagesgeld ist darüber hinaus nicht für den Zahlungsverkehr vorgesehen und geeignet, weshalb hier auch kein negativer Kontosaldo (Dispositionskredit) zulässig ist.

Tagesgeld ist flexibel und verzinst Guthaben
Tagesgeld verzinst Dein erspartes Kapital und gibt Dir Flexibilität sofern Du planst das Kapital zeitnah für Konsum oder eine Investition zu verweden.

Warum und für wen macht Tagesgeld Sinn?

Kurz- bis mittelfristig Dein erspartes Geld parken

Ein Tagesgeldkonto macht immer dann Sinn für Dich, wenn Du Dein Erspartes kurz- bis mittelfristig nicht benötigst und sicher verzinst (wenn auch gering) parken möchtest. Das Tagesgeldkonto ist ein simples Guthabenkonto, was Du daher auch nicht zum Zahlungsverkehr verwenden kannst. Daher wird auch kein Dispositionskredit zur Verfügung gestellt. Das macht das Tagesgeldkonto besonders einfach und eignet sich daher auch am besten für Anfänger. Aber auch Fortgeschrittene nutzen Tagesgelder, um ihr Erspartes bestmöglich zu parken und Handlungsspielräume zu erhalten. Zusätzlich wird die Tagesgeld-Kontoeröffnung normalerweise nicht der SCHUFA gemeldet und ist damit bonitätsneutral.
 

Vorteile gegenüber Sparbüchern

Tagesgeld eignet sich nur zum Parken von Geld
Tagesgelder eignen sich dafür, dass Du Dein Geld “parkst” bevor Du es für eine Investition oder Konsum verwendest.
Tagesgelder sind unbefristet und müssen daher nicht gekündigt werden, wie dies bei Sparbüchern der Fall sein kann. Zudem sind Tagesgelder voll digital, während Sparbücher analog geführt werden. Verzinsung und Konditionen können auf dem Tagesgeldkonto transparenter online verglichen und später auch eingesehen werden. Sparbuchkonditionen und Sparbuchsaldo können hingegen nur schwer überprüft werden und haben damit einen Transparenznachteil. Außerdem kannst Du ein Sparbuch verlieren, was erhebliche Risiken für Dein Kapital bedeuten kann. Sparguthaben auf Tagesgeldkonten ist digital mit deinem Girokonto verknüpft und kann daher nur schwer verloren gehen.
 

Unterschied: Tagesgelder vs. Festgelder

Der Unterschied zwischen Tagesgeldern und Festgeldern liegt in der Fristigkeit. Während Tagesgelder unbefristet gelten, sind Festgelder zeitlich befristet. Damit eignen sich Festgelder auch nicht dazu Kapital kurzfristig “zu parken” wie dies mit Tagesgeld möglich ist. Kündigst Du Festgeld vor Ende der vertraglich festgesetzten Zeit, verlierst Du zusätzlich einen Teil Deiner Zinsen (Vorfälligkeitsentschädigung). Deshalb können wir Tagesgeld als liquider aber dafür geringer verzinst bezeichnen. Dein Handlungsspielraum und Deine Flexibilität sind beim Tagesgeld höher.

Worauf man bei Tagesgeldern achten sollte?

Einlagensicherung und Risiko

Tagesgeld ist nicht risikofrei
Tagesgeld ist nie gänzlich frei von Risiko. Dies gilt selbst, wenn Du Dich für ein Tagesgeldkonto entscheidest, was unter die Deutsche Einlagensicherung fällt.
Generell sind Tagesgeldkonten von Deutschen Privatbanken bis 100.000 EUR durch die Deutsche Einlagensicherung abgesichert. Dafür wurde der Einlagensicherungsfonds gegründet. Das heißt, wenn Deine Bank Insolvenz anmeldet, springt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken ein und entschädigt Dich in Höhe Deiner Einlagen bei der insolventen Bank bis maximal 100.000 EUR (in Einzelfällen auch mehr) innerhalb von 7 Tagen. Da ein Großteil der Banken mit höher verzinsten Tagesgeldern ihre Banklizenz im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) haben, gilt hier aber besondere Wachsamkeit. Die Deutsche Einlagensicherung springt hier für Staaten des EWR nur ein, wenn die ausländische Heimatsicherung nicht greift oder zahlt. Daher gilt es hier trotz der Sicherungssysteme die anbietende EWR-Bank genau zu prüfen. Dennoch ist eine Einlage auf einem Tagesgeldkonto nichts weiter als eine Forderung gegen ein hoch verschuldetes privates Unternehmen. Bei Sparkassen und Landesbanken sowie Volks- und Raiffeisenbanken greifen hier eigene Sicherungssysteme, die als noch sicherer gelten oder zumindest verkauft werden.
 

Variable Verzinsung und Lockangebote

Dadurch, dass Tagesgeldkonten unbefristet sind, können die führenden Banken die Verzinsung auch fortlaufend anpassen. Diese Möglichkeit nutzen die Banken in der Regel auch und passen die Guthabenzinsen auf die aktuelle Leitzins- und Marktsituation an. Gute Angebote lassen sich daran erkennen, dass die Verzinsung für Neukunden zumindest für eine gewisse Zeit garantiert wird und das Gefälle zu Bestandskunden nicht zu groß ist. Wenn das Gefälle zwischen Neu- und Bestandskunden allerdings als groß empfunden wird, handelt es sich hierbei um “Lockangebote”. Auf diese Tagesgeldangebote solltest Du verzichten oder nur kurzfristig nutzen, sofern der temporäre Zinsvorteil als Neukunde hier materiell ist.
 

Wofür eignet sich Tagesgeld nicht?

Tagesgelder eignen sich nicht für Vermögensaufbau

Tagesgeld fällt beim Portfoliomanagement unter die Anlageklasse Bargeld und Einlagen, eignet sich aber nicht für den Vermögensaufbau. Vielmehr dient Tagesgeld nur zum parken vom Cash-Bestand. Wenn Du also investieren möchtest, kannst Du einen gewissen Kassenbestand gern auf ein Tagesgeldkonto legen. Das ist nach unserem Verständnis immer noch eine bessere Alternative zu Staatsanleihen. Demnanch wird Tagesgeld zum Ersatz von Staatsanleihen im Deinem Portfolio.
 

Tagesgelder eignen sich aktuell nicht für Vermögenserhalt

Einen gewissen Kassenbestand auf attraktiven Tagesgeldkonten zu halten, um handlungsfähig und damit flexibel zu bleiben, haben wir oben bereits als gute Anwendung genannt. Dennoch kann das Tagesgeld in dem aktuellen Zinsumfeld nicht dazu genutzt werden, um Dein Vermögen zu erhalten. Warum ist das so? Das liegt daran, dass der Realzins (Tagesgeld-Verzinsung nach Inflation) in der Regel negativ ist und auch noch länger bleiben wird. Daher wird Dein Guthaben auf dem Tagesgeldkonto nach und nach an Kaufkraft verlieren. Daher reduziert ein Tagesgeldkonto nur den Kaufkraftverlust gegenüber einem Girokonto. Je nach Markt- oder Leitzinsentwicklung, kann sich diese Situation natürlich wieder ändern.
 

Wie und wo nutzen wir Tagesgelder?

Wir bei Finanzbeben parken unseren Kassenbestand kurzfristig einfach auf dem DKB Girokonto. Allerdings wird in dem DKB Kontenverbund nur das Guthaben auf der Kreditkarte mit 0,01% sehr gering und eher symbolisch verzinst. Für uns ist die Flexibilität im Kontenverbund der DKB und die (gefühlte) Sicherheit durch die Landesbank hinter der DKB wichtiger als hier noch den letzten Prozentpunkt bei der Verzinsung mitzunehmen. Wer hier aber eine höhere Verzinsung anstrebt, wird oben im Vergleich bei anderen Anbietern aus dem EWR fündig. Wenn Du Vermögen aufbauen möchtest, raten wir Dir Dich auch einmal mit dem Depot zu beschäftigen.

Wie sehr hat Dir der Beitrag geholfen?

Ø 4.9 / 5. Bewertungen: 9

Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?