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Kredit-Vergleich: Finde Deinen günstigsten Kredit

Letzter Stand: 22. Oktober 2021
So gehst Du beim Kredit-Vergleich vor:
Das solltest Du bei Deinem Kredit berücksichtigen:
Inhalt

Was ist ein Kredit?

Bevor Du den günstigsten Kredit abschließt: Ein Kredit ist einfach gesagt ein vorher festgelegter für eine bestimme Dauer überlassener Geldbetrag. Dieser Geldbetrag wird auch als Darlehensbetrag oben im Kredit-Vergleich bezeichnet. Für die Überlassung des Geldbetrags und das Ausfallrisiko werden Dir vom Kreditgeber in der Regel Kreditzinsen als Gegenleistung berechnet. Je nach Kredittyp teilt sich Dein monatlicher Schuldendienst in einen Zinsanteil und einen Tilgungsanteil. Die Kreditsumme, die Kreditlaufzeit und die Höhe der Zinsen bestimmen dabei gemeinsam über die Höhe der monatlichen Kreditrate. Die zuvor genannten Komponenten eines Kredits werden in einem Kreditvertrag festgehalten bevor Dein Geld von der Bank ausgezahlt wird. In diesem Kreditvertrag gilst Du als Schuldner und die kreditgebende Bank als Gläubiger. Es gibt dabei verschiedene Kreditarten wie beispielsweise Privatkredite, staatliche Kredite, Arbeitgeberkredite oder auch Bankkredite. Wir beschäftigen uns hier im Folgenden aber nur mit dem privaten Bankkredit oder auch Ratenkredit (Kreditgeber ist hierbei ein Institut mit Banklizenz).

Wofür kannst Du einen Kredit beantragen?

Gründe für einen Kredit sind höchst persönlich

Für die Beantragung eines Kredits gibt es verschiedenste Gründe. Diese Gründe sind dabei oft höchst persönlich. Für dein Einen ist ein Kredit notwendig, um eine mittelfristige finanzielle Durststrecke zu überbrücken. Andere konsumieren auf Kredit (sie geben das Geld also beispielsweise für ein neues Auto oder einen neuen TV aus). Wir können eine Kreditaufnahme für kurzfristigen Konsum nicht gutheißen und warnen Dich davor. Schulden machen Dich immer abhängig und damit weniger frei. Hier auf unserem Blog geht es aber in erster Linie um finanzielle Freiheit. Nutze Kredite daher immer mit Bedacht. Kredite können Dir aber in finanziellen Notsituationen oder bei einer Umschuldung wie etwa von einem teueren Dispositionskredit helfen.

Kredit absichern durch Sachwert wie Neuwagen oder Gebrauchtwagen
Ein Verwendungszweck hilft der Bank das Ausfallrisiko einzuschätzen. Finanzierte Sachwerte können als Sicherheiten hinterlegt werden und reduzieren den Risikoaufschlag und damit die Kreditzinsen.

Auswirkungen von Verwendungszwecken auf Kredite

Es gibt unterschiedliche Verwendungszwecke für Kredite:
 
  • Neu- oder Gebrauchtwagen
  • Einrichtung und Möbel
  • Modernisierungen oder Renovierungen
  • Kreditablösung oder auch Umschuldung
  • Urlaub und Reisen
  • PC und Multimedia
  • Ausgleich des Dispositionskredits auf dem Girokonto
  • Kredit zur freien Verwendung
Der Verwendungszwecke Deines Kredits kann dabei ein erheblicher Bewertunsfaktor für die Berechnung der Kreditkonditionen der kreditgebenden Bank sein. Bei finanzierten Sachwerten, wie etwa einem neuen Auto, kann die kreditgebende Bank dies als Kreditsicherheit nutzen. Hier gilt, dass Du für reinen Konsum wie etwa Urlaub oder Freiverwendung in der Regel die höchsten Zinsen zahlen wirst. Kann die Bank im Zweifel Sachwerte bei Zahlungsausfall liquidieren, wird der Risikoaufschlag auf den Zins geringer ausfallen. Reine Umschuldungen von Krediten (ohne weitere Nettokreditaufnahme) werden daher auch eher neutral von den kreditgebenden Banken bewertet. Du nimmst hier ja keine neuen Schulden auf. Daher ist es auch so wichtig, dass Du hier die Kreditablöse als Verwendungszweck angibst.
 

Kredit aufnehmen, um SCHUFA-Score zu verbessern?

Bevor Du mit dem “SCHUFA-Score-Engineering” beginnst, solltest Du Dir zu aller erst einen Überblick über Deine aktuell bei der SCHUFA gespeicherten Daten verschaffen. Wähle dabei die kostenlose Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO) bei den Produkten der SCHUFA. Was in der Datenkopie der SCHUFA enthalten ist und wie sie aufgebaut ist könnt ihr hier nachlesen. Wozu jetzt dieser Aufwand? Wenn Du später eine größere fremdfinanzierte Investition wie eine Immobilie planst, kann es Sinn machen vorab Deine Kreditwürdigkeit zu untermauern. Dies wird auch als “Signalling” bezeichnet. Insbesondere für Kreditnehmer über die es bisher kaum Daten gibt, kann das Sinn machen. Du baust Dir so proaktiv eine positive Kredithistorie auf und signalisierst damit zukünftigen Kreditgebern Deine Zahlungsfähigkeit und Zuverlässigkeit.
 

Kredit für Aktien aufnehmen?

Bei uns im Team hat auch jemand einen Freiverwendungskredit aufgenommen und mit diesem Kapital gehebelt in Aktien investiert. Gleichzeitig signalisiert er hiermit seine Kreditwürdigkeit und investiert in sein zukünftiges Risikoprofil bei der SCHUFA. Das ist aber als höchst spekulativ anzusehen und kann in keinem Fall einem Anfänger empfohlen werden. Hierbei gibt es erhebliche Risiken, wenn die fremdfinanzierten Vermögenswerte im Wert verfallen. Du investierst dann mit Fremdkapital in bereits meist mit Fremdkapital finanzierte Unternehmen. Ein doppelter Hebel. Nur kannst Du den Zinsaufwand als Privatperson nicht steuerlich absetzen. Fortgeschrittene und Experten können sich natürlich überlegen mit einem moderaten Hebel über einen Freiverwendungskredit in Sachwerte wie etwa Aktien zu investieren.

Wer kann einen Kredit beantragen?

Abgrenzung von Schuldnern und persönliches Ausfallrisiko

Um eine Kreditvertrag abschließen zu können, musst Du in Deutschland voll geschäftsfähig, also 18 Jahre alt, sein. Hierbei können wir vereinfacht in vier Einkommens- und Altersgruppen unterteilen und diesen jeweils Ausfallrisiken zuordnen:

  • Studenten, Schüler und Auszubildende (hohes Risiko: geringes Einkommen und kaum Sicherheiten)
  • Selbstständige (hohes Risiko: oft persönlich haftend und unsichere Einkommens- und Vermögenssituation)
  • Angestellte (moderates Risiko: beziehen Lohn- oder Gehaltszahlungen und haben evenutell bereits Vermögen)
  • Beamte und Angestellte des öffentlichen Diensts (geringes Risiko)

Je nachdem in welcher Einkommens- und Altersgruppe und Vermögenslage (Eigenkapital) Du Dich befindest, wird die kreditgebende Bank Dir ein Ausfallrisiko zuordnen. Danach bemisst die Bank, ob Du einen Kredit erhälst und wie die Kreditkonditionen aussehen sollen.

Ausfallwahrscheinlickkeit und SCHUFA maßgeblicher Faktor beim Kedit

Ein Kredit wird nur an Kreditnehmern mit guten SCHUFA-Score vergeben
Kreditannahme und Kreditkonditionen hängen eng an dem persönlichen SCHUFA-Score.
Je nachdem welcher Gruppe Du angehörst, hat dies Auswirkung auf Deine individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit. Zudem ist Deine bisherige Kredit- und Zahlungshistorie bei der SCHUFA ein entscheidender Faktor für die Vergabe eines Kredits. Daher solltest Du proaktiv darauf achten Rechnungen zeitnah zu begleichen und all Deinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Andernfalls kann ein negativer SCHUFA-Eintrag dazu führen, dass Du in Zukunft keinen Kredit bekommst.
 

Was kannst Du bei einer negativen Rückmeldung durch die Bank machen?

Sofern kein Formfehler vorliegt, wird die negative Rückmeldung sehr wahrscheinlich auf Deinen SCHUFA-Score und oder Deine Einkommens- und Altersgruppe zurückzuführen sein. Hier solltest Du zunächst bei der eigenen SCHUFA-Score-Optimierung ansetzen. Verschaffe Dir eine Übersicht über Deine bei der SCHUFA gespeicherten Daten und überprüfe mögliche Falscheinträge. Diese kannst Du löschen oder korrigieren lassen. Weiterhin kannst Du hier auch überflüssige Verträge identifizieren und kündigen. Die Auflösung von einem zweiten Girokonto oder einer zweiten Kreditkarte kann bereits zu einer Verbesserung deines zukünftigen SCHUFA-Scores führen. Denn Vertragsauflösungen werden von den Finanzinstituten auch an die SCHUFA gemeldet. Bei der Kredithistorie gilt: So viel wie nötig und so wenig wie möglich. Daher solltest Du auch viele Microkredite für Haushaltsgeräte und Co. vermeiden. Hier werden dir oft auch noch unter dem Deckmantel der 0%-Finanzierung Kreditkarten verkauft. Das wirkt sich auch wieder negativ auf deinen SCHUFA-Score aus.
 

Worauf solltest Du bei der Wahl des Kreditgebers achten?

Kreditzinsen: Gegenleistung für einen Kredit

Generell müssen wir zwischen dem Sollzins (auch Nominalzins) und dem effektiven Jahreszins unterscheiden. Damit sind Zinsen nicht gleich Zinsen. Der Sollzins gibt die “reinen Zinsen” auf den ursprünglich geliehenen Geldbetrag (auch Nominalbetrag) an. Der effektive Jahreszins hingegen gibt auch weitere Nebenkosten an wie etwa Bearbeitungsgebühren oder Aufschläge (auch Agio). Daher solltest Du unbedingt immer den effektiven Jahreszins zum Kredit-Vergleich heranziehen. Manche Banken nutzen auch das Unverständnis ihrer Kunden aus und locken diese mit niedrigen Sollzinsen. Der effektive Jahreszins kann dann hierbei deutlich nach oben abweichen.
 

Sondertilgungen und Vermeidung von Vorfälligkeitsentschädigung

Sondertilgung ist für einen Kredit unerlässlich
Sondertilgungen sollten bei einem Kredit immer mit vereinbart werden, damit Überschüsse zum Schuldenabbau genutzt werden können.
Warum solltest Du immer einen Kreditvertrag mit der Option einer Sondertilgung abschließen? Ganz einfach: Sofern Du mehr verdienst, eine Bonuszahlung erhälst oder etwas erbst, kannst Du diesen Geldsegen nutzen, um einen Teil Deiner Schulden abzubauen. Sondertilgungen machen insbesondere bei langen Kreditlaufzeiten Sinn, da sich das Zinsumfeld auch verändern kann und Du möglicherweise auf einen günstigeren Kredit umschulden kannst. Beachte aber, dass eine Sondertilgung in der Regel in der Höhe begrenzt wird. Hast Du einen Vertrag ohne Sondertilgungsoption oder überzahlst Du die jährliche vereinbarte kostenlose Sondertilgungssumme, verlangt die Bank von dir eine Kompensation für ihren Verlust. Dies wird auch als Vorfälligkeitsentschädigung bezeichnet. Der Bank entgehen durch Deine Sondertilgung Zinseinkünfte, die Du dann entschädigen sollst. Daher empfehlen wir Dir insbesondere nur Verträge mit kostenlosen Sondertilgungen zu wählen und die jährlichen Beträge nicht zu überschreiten. Insbesondere bei einer Kredit-Umschuldung solltest Du darauf achten, dass Deine Kredit-Restschuld geringer ist als die Höhe Deiner ausstehenden Sondertilungssumme.
 

Kreditversicherungen oder Zahlungsausfallversicherungen

Kreditgebende Banken versuchen oft auch eine Zahlungsausfallversicherung mit anzubieten. Dies macht aus Bankensicht doppelt Sinn: Passiert Dir nichts, verdient die Bank mehr. Passiert Dir doch etwas, wird Deine Restschuld normalerweise durch die Kreditversicherung gedeckt. Zahlungsausfallversicherungen können sehr teuer sein und lohnen sich daher nur unter bestimmten familiären Umständen. Daher solltest Du dies eingehend mit Deinem persönlichen Risikoprofil abgleichen. Sofern Du keine Familie oder Kinder hast benötigst Du nach unserem Verständnis in der Regel keine Zahlungsausfallversicherung.
 

Welcher Kreditgeber gefällt uns bei Finanzbeben?

Wir bei Finanzbeben haben selber bereits eine positive Erfahrung mit dem SWK Ratenkredit (bonitätsabhängiger Zins) gemacht. Nach Antragsprüfung wurde hier noch ein persönliches Telefonat mit einem freundlichen Sachbearbeiter der Bank geführt, der sich lediglich über den tatsächlichen Verwendungszweck informieren wollte. Es wurde hier ein Freiverwendungskredit zum Hebeln beantragt (wie oben beschrieben empfehlen wir das ausdrücklich niemandem!). Außerdem kann die SWK Bank aus unserer Sicht mit günstigen Kreditkonditionen, Transparenz, Sondertilgungen (wenn auch in der Höhe begrenzt) und einer möglichst einfachen und unkomplizierten Abwicklung punkten. Bei der Einfachheit gibt es aber auch den einzigen Schnitzer: Das Online-Banking ist wirklich 2000er-Style und nicht mehr zeitgemäß. Außerdem hat die Auszahlung der Kreditsumme durch die telefonische Rückfrage der SWK Bank etwas gedauert. Aber das ändert nichts an den guten Bankdienstleistungen als kreditgebende Bank.

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